Training Edersee

Trainingslager Edersee 14.-19.04.2009

Auch in diesem Jahr war die Trainingsgruppe Kahl/Lenden wieder zum Edersee aufgebrochen, unterstützt vom RK Achim Prantz, der sich um diejenigen Ruderer kümmerte, die – noch – kein Interesse am Wettkampfrudern haben. Ausgangspunkt war die Jugendherberge Hohe Fahrt am östlichen Ende des Edersees, der Edersee selbst zeigte sich prall gefüllt. Vom Wetter her hatten wir anfangs 2 Tage Sonnenschein, danach war es gemischt, teilweise auch mit starkem Regen, Temperaturen aber angenehm, vor allem im Vergleich zu letztem Jahr, wo es doch sehr kalt war. Ruderisch haben sich die meisten stark verbessert, aber wir hatten auch einiges aufzuholen, da die fehlende Pritsche uns im Winter doch sehr stark eingebremst hatte. Neue Mannschaftskonstellationen haben sich herauskristallisiert, und der Zusammenhalt der Gruppe, auch zwischen den Nichttrainingsruderern und den Wettkampfruderern, hat sich gut entwickelt. Dazu beigetragen haben auch die abendlichen Aktivitäten wie zum Beispiel die Singstar-Wettbewerbe, wo sich auch ganz neue Talente gezeigt haben. Einzig mit der Ordnung hapert es noch etwas, speziell das Zimmer der kleinen Jungs war unbeschreiblich. Alles in allem eine schöne Woche am schönen Edersee……

Rolly

Sydney 2009

Sydney World Master Games 2009

 

nach total etwa 33.000 Flugkilometer und 4.200 km mit Wohnmobil und Pkw hat uns Frankfurt wieder. Eine sehr schöne, unglaublich interessante Reise liegt hinter uns. Viele tolle Erlebnisse, viele Menschen getroffen, sehr viel Freude gehabt.

 

Das Rudern war zumindest für Jürgen und mich olympisch. Alles toll organisiert, eine sehr schöne Strecke/Anlage bei gutem Wetter. Unsere Reise war auf alle Mitfahrer abgestimmt, will heißen die Großboote hatten Vorrang, obwohl wir z.B. für den G- Achter vor Ort noch 3 Leute gebraucht und schließlich in RK´s aus Australien auch gefunden haben. Unsere Gruppe bestand aus Helmut und Jürgen Meyer (Frankfurt), Manni Brandt (Hamm) und teilweise Hennes Krönke aus Berlin. Somit konnten wir verschiedene Altersklassen besetzen.

 

MM 2 x G, Manni und ich haben zunächst im ersten Training einen 2 x verschrottet, gesunken! Mit dem nächsten Boot haben wir das Halbfinale knapp als 4. nicht erreicht. (4 Vorläufe a 8-9 Boote) während die Meyer Buben dies mit deutlich schlechterer Zeit geschafft hatten. Aber auch dort war für die Beiden nichts zu gewinnen.

MM 2– H, Nur ein Lauf mit 6 Teilnehmer, Manni hat an seinem 70. Geburtstag mit Helmut Bronze errudert, toll.

MM 4x H, Mann, Helmut, Werner Busch (Krefeld) und ein Australier gewinnen erst den Vorlauf und dann sicher das Finale, große Klasse.

MM 2x F, den mussten Jürgen und ich leider dem Rotstift MM 8+ G opfern.

MM 8+ G, 2 Vorläufe a 8 Boote, wir müssen fürs Finale 4 werden, schaffen aber nur Platz 5. Im nächsten Lauf war das 2. Boot von Neun schon langsamer, wie in unserem Lauf der letzte!!! Pech muss man haben.

MM 4x G, da haben uns schon was ausgerechnet, aber Platz 2 hätte im Vorlauf den Finaleinzug gesichert, es wurde aber nur der Dritte mit halber Länge Rückstand. Also blieben noch die beiden Mix Doppelvierer. Da hatten wir zumindest für den  F 4x (60er) ganz gute Damen aus Australien gefunden. Aber aus beiden Starts wurde nichts. Schon am Vormittag des vorletzten Tages kam sehr starker Wind auf, an den Vortagen war es „na ja“, was zur Folge hatte, dass die Regatta um 13 Uhr nach den ersten „Abgängen“, will sagen gesunkenen 1x und 2x, abgebrochen und auch die Mix Rennen für den nächsten Tag abgesagt wurden.

 

Auf das Internet wurde aber hingewiesen. Für uns war es also gelaufen und wir haben und zum Abschluss noch mal im tollen Sydney Harbour getroffen. Wir waren lieber mit der Bahn reingefahren, eine Stunde Fahrtzeit, keine Parkplatzsorgen. Auf dem Heimweg bestiegen wir um kurz nach 22 Uhr einen der vier Wagen Richtung Penrith und wer sitzt dort? Unsere F Damen. Großes Hallo und von mir „ach wie schade“, dass wir nun nicht mehr rudern. Große Gesichter, wieso fragen die Ladys, die Rennen finden laut der 19 Uhr Erklärung auf der Home doch statt! Alle Vierer- und Achterrennen sollen nun doch laufen, Kleinboote sind bereits jetzt definitiv abgesagt. Unzählige Telefonate folgen um alle Beteiligten wieder zu informieren.

 

Am nächsten Morgen ging es auch ordentlich los, aber von Stunde zu Stunde wurde es schlechter. Man hat wirklich alles probiert, Startnachen weg, freie Starts aus der Bewegung, Rennunterbrechung für eine Stunde. Aber es wurde nichts leider und sinnvollerweise nichts mehr, denn mit Rudern hatte es wirklich nichts mehr zu tun. Also deshalb meine Aussage vom Anfang, olympisch, aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Als wir alles eingepackt hatten und die Strecke verließen, war sie innerhalb von wenigen Minuten wieder zur spiegelglatten Oberfläche zurückgekehrt, leider zu spät.

 

Zum Ende unserer 4 Wochen Tour standen dann noch 3 Tage in Melbourne an. Am Yarra River mitten in der City liegen 7 Rudervereine, Haus an Haus nebeneinander, vollgestopft mit relativ jungen Booten. Von den Grundflächen her, müssten dann bei uns rund 80 Boote in die Bootshalle passen, wie in England, 6-7 Einer übereinander. Bei den Gründungsjahren war ich dann doch überrascht, 1861 und 1863 steht an den Fronten der beiden ältesten Clubs. Keine Motorboote, keine Schifffahrt, ein schönes Ruderrevier, vorbei an einem Kilometer Restaurant an Restaurant! Australien war eine Reise wert. Die nächsten WM Games finden 2013 in Turin statt, also dieses Mal dann kein so weiter Weg.

Roseninsenachter

Nassovia erfolgreich beim 25. Roseninselachter 28.09.2009

Bei der 25. Jubilämsregatta auf dem Starnbergersee zum Roseninselachter am 26.09.09 war auch ein Achter mit Ruderern der Nassovia am Start.

Die Renngemeinschaft RC Nassovia Höchst, FRG Nied und RC Neptun Darmstadt mit der Besetzung:

1: Falk Ahnert

2: Martin Clark (FRG Nied)

3: Daniel Rosenberger

4: Wolfgang Becker

5: Michael Schulz (FRG Nied)

6: Bernd Ravens (FRG Nied)

7: Rüdiger Dingeldey

8: Deddy Glitsch

und Steuerfrau: Katy Chryalidis (RC Neptun Darmstadt)

Unsere Mannschaft konnte in ihrer Altersklasse einen souveränen Sieg mit einem Vorsprung von gut 40 Sekunden auf den Zweitplatzierten herausfahren.

Die gefahrene Zeit betrug dabei 44 Minuten und 23 Sekunden über die 12 Km lange Strecke.

[D.R.]

Pritsche montiert

Pritsche erfolgreich montiert.   14.7.2009

Um sechs Uhr waren die ersten Helfer schon im Bootshaus. Der Kran hatte die alte Pritsche bereits um acht Uhr aus dem Wasser und anschliessend wurde die neue Pritsche direkt zu Wasser gelassen.
Um zehn Uhr kamen die Monteure der Firma Alu- Bau und die Fertigmontage ging so schnell, dass die komplette Anlage vor dem gemeinsamen Mittagessen bei unserem Gastronom beendet war. In der Pause war bereits das Wasser- und Schifffahrtsamt eingetroffen und hat die Endabnahme vorgenommen. Die Pritsche konnte somit bereits danach offiziell benutzt werden.

Zu dieser perfekten Abwicklung hat unser Ruderkamerad Karl- Heinz Wehner durch die gute Vorbereitung einen besonderen Dank verdient.

Museumsuferfest

Nassovia siegt im Museumsuferfest-Achter 30.8.2009

 

Auch im Rahmen des diesjährigen Museumsuferfests wurden wieder einige Rennen im Ruder- und Drachenboot ausgetragen.

Am Sonntag dem 31.08.2009 wurde der so genannte Museumsuferfest-Achter als Nachfolger des legendären Äbbelwoi-Achters ausgefahren.

Hier waren 5 Mannschaften aus Frankfurter und Offenbacher Vereinen am Start – darunter auch der Achter der Nassovia mit der Besetzung Rüdiger Dingeldey, Stefan Erhard, Michael Schulz, Detlef Glitsch, Daniel Rosenberger, Bernd Ravens, Wolfgang Becker, Frithjof Thiele und Steuerfrau Christine Glitsch. Da die Regattastrecke nur über 4 Bahnen verfügt, mussten trotz des relativ kleinen Feldes Vorläufe gefahren werden.

Hier war für unseren Achter die Rvb. Rheno Franconia der einzige Gegner, der auf der 430 m langen Strecke mit einer guten halben Länge distanziert werden konnte.

Im Finale, in dem dann 4 Achter am Start waren, konnte der Nassoven-Achter wieder mit etwa einer halben Länge Vorsprung die Konkurrenz hinter sich lassen und verteidigte somit seinen Vorjahressieg.

[D.R.]

 

rudern.de berichtet:

Frauen-Ruderverein Freiweg feiert Doppelsieg auf dem Museumsuferfest

 

von Oliver Palme- 09.09.2009

17 Achter und 4 Frauen-Doppelvierer mit fast 200 Teilnehmern aus 13 beteiligten Vereinen haben in 10 Rennen auf dem Museumsuferfest in Frankfurt am Main Werbung für den Rudersport gemacht. Das Museumsuferfest stand in diesem Jahr unter dem Motto "China". Chinesische Akrobatik, Musik aus allen Ecken der Welt und strahlender Sonnenschein lockten von Freitag bis Sonntag rund drei Millionen Besucher zum Frankfurter Museumsuferfest. Die Regatta, die am Samstag und Sonntag stattfand, lockte fast alle Frankfurter Rudervereine auf den Main. An beiden Tagen besuchten knapp 2,4 Millionen Zuschauer das Fest und die meisten wurden auch durch die Regatta unterhalten. Spannende Rennen in drei Klassements wurden ausgefahren. Dabei gewann der FRauen-Ruderverein Freiweg zwei Rennen. Im Mixed-Gig-Achter ruderten Stefan Krebs, Christine Casper, Thomas Benner, Sebastian John, Antje Stachel, Katharina Stengel, Julian Leckey, Andrea Unger unterstützt durch Steuerfrau Christel Meyer als Sieger über die Ziellinie. Als Lohn für den Sieg gab es dann die goldenen "Raddadelchen" vom Regattaverein, den Pokal des Rennsponsors Karl-Hermann Wolf von der Firma Henke-Blechbearbeitung und von Michael Saelz, Firma outrigger, einen Gutschein für Ruderbekleidung von Boathouse. Silber gewann die Frankfurter RG Germania vor dem zweiten Boot der Freiweg. Im Frauen-Doppelvierer holten sich die Frauen der "Freiweg" mit Alexandra John auf Schlag (4. auf der DJM 2009 im JF2-) vor Vorjahressieger FRG "Borrussia" den Sieg. Die wegen ihrer Trikotfarbe so genannten "blauen Sachsenhäuser" konnten sich noch vom Frankfurter Ruderverein 1865 absetzen und erkämpften sich den 3. Platz. Alexandra John, Mira Köberle, Christine Casper und Karin Krüger heißen hier die Siegerinnen. Im Männer-Achter hatte sich die Offenbacher Rudergesellschaft "Undine" viel vorgenommen und durch umfangreiches Training in den Wochen zuvor die Form aufgebaut. Man heftete sich dem RC Nassovia-Hoechst an die Fersen und bis ins Ziel war es ein spannender Kampf der beiden Teams. Sieger wie im Vorjahr: "Nassovia" vor der "Undine". Bronze sicherte sich ungefährdet die "Rheno" vor dem "Club". Detlef Glitsch, Stefan Ehrhard, Bernd Ravens, Wolfgang Becker, Rüdiger Dingeldey, Daniel Rosenberger, Michael Schulz, Frithjof Thiele und Steuerfrau Christine Glitsch wurden durch "Raddadelchen" in Gold als Sieger ausgezeichnet. Silber für ihren zweiten Platz erhielten die Offenbacher Ruderfreunde von der "Undine" mit Nils Guhl, Manfred Heilmann, Herbert Engel, Michael Föller, Thomas Krämer, Klaus Keller, Roland Eiselt, Uwe Gebhard mit Stfr. Silvana Agrisano. Bronze erhielten die Ruderer der "Rheno" mit Joachim und Harald Thüring, Thomas und Lutz Lange, Thomas Wolfart, Nicolaus Reifart, Roland Dern, Dietmar Porsch. Bei der zusätzlichen Siegerehrung auf der Sportwelt-Bühne durften die Vertreter der siegreichen Teams vom Sonntag dann auch noch vom Vorsitzenden des Sportkreises Frankfurt, Roland Frischkorn, herzliche Glückwünsche entgegen nehmen und bekamen den Siegerpokal vom Regattaleiter Max Spangenberg nochmals überreicht.

 

Pritsche

Ein neuer Steg für Ruderer und Federvieh  02.09.2009

Das Höchster Kreisblatt berichtet am 2.9.:

Nach 40 Jahren hat die alte Pritsche vom RC Nassovia am Mainufer ausgedient.Die neue ist auch im Winter benutzbar.

60 000 Euro ist der neue Weg ins Ruderboot teuer.Finanziert wurde er vom Verein, Spenden und der Stadt.Bei einem Sommerfest wurde der neue Steg eingeweiht.

Der Ruder-Club Nassovia Höchst kann künftig seine Boote leichter zu Wasser lassen:Die Ruderer haben mit einem Sommerfest ihren neuen Steg am Mainufer eingeweiht.Einige Sportler hatten bereits im Training ihre Boote über die neue Pritsche ins Wasser gebracht.Die anderen Vereinsmitglieder konnten sich nun beim Fest von der Stabilität der Konstruktion überzeugen.

Den neuen Steg konnte der Verein gut gebrauchen, denn das alte Modell war seit 40 Jahren in Gebrauch."Wir hatten damals Ingenieure im Verein, die die Pritsche selbst entwerfen konnten",erzählte Vorstandsmitglied Dirk Stanischewski.In den vergangenen Jahren flickten die Vereinsmitglieder regelmäßig rostige Stellen.

Zuletzt scheuerte die alte Pritsche jedoch auf dem Sand, der sich darunter gesammelt hatte.Also gründete der Verein einen "Pritschenausschuss", der verschiedene Angebote einholteund sich um die nötigen Genehmigungen bei den zuständigen Ämtern bemühte.Rund 60 000 Euro hat es den Verein gekostet, die neue Pritsche anzuschaffen.Aus den Rücklagen und dem aktuellen Budget konnte der Ruderclub nur einen Teil der Ausgaben decken.Spenden der Mitglieder und ein Zuschuss der Stadt halfen weiter.

Im Juli war es dann so weit: Ein Kran ließ die Teile des Steges zu Wasser.Bei der Gelegenheit wechselte auch die alte Pritsche den Besitzer.Über eine Internetauktion wurde ein Abnehmer gefunden, der den betagten Steg für den symbolischen Betragvon einem Euro übernahm. Die alte Pritsche soll jetzt an einem Weiher im Vogelsberg noch ihren Zweck erfüllen. Der neue Steg des Ruder-Clubs reicht weiter in den Main hinein.Im Gegensatz zum Vorgängermodell kann die neue Konstruktion das ganze Jahr über im Wasser bleiben.Bisher musste man sich im Winter mit einer provisorischen "Notpritsche" behelfen,die aus einer alten Tür oder der Bodenplatte einer mobilen Bühne bestand.

Gerade für die Leistungssportler ist das Training im Winter nun bequemer.Unter den 280 Vereinsmitgliedern sind auch zahlreiche Breitensportler,die vor allem im Sommer auf dem Main unterwegs sind. "Ich hoffe, dass der neue Steg jetzt viel genutzt wird",sagte Nassovia-Vorsitzender Eberhard Eichfelder.

Es waren jedoch nicht nur die Vereinsruderer, die den neuen Steg ausprobierten:"Enten und Gänse finden die Pritsche auch gut", hat Stanischweski beobachtet.Die Tiere hätten den Steg als neuen Liegeplatz entdeckt und hinterließen darauf nun einigen Dreck.Da müssten die Ruderer künftig aufpassen, wo sie auf dem Weg zum Wasser hintreten.

Kühkopf

Rund um den Kühkopf 2009   11.6.2009

– 23 windige Kilometer auf Neu- und Altrhein

Für diejenigen, die die Region Kühkopf noch nicht so gut kennen:Der Kühkopf ist ein Naturschutzgebiet.Das Luftbild zeigt eine Art Insel im hessischen Ried,eingerahmt von einem Altrheinarm und dem Rhein.Dieser Altrhein lockt Ruderer und andere Wassersportler an.Viele enge Windungen und eine absolute Ruhe vor Zivilisationslärm machen das Rudern auf diesem Abschnitt zu einem wahren Vergnügen. Diese Ruhe und Unberührheit erlauben es auch, dass viele Tiere, hauptsächlich Vögel, hier paradiesische Zustände vorfinden. Kürzlich war zu lesen, dass auf dem Kühkopf auch wieder Sumpfschildkröten ausgewildert werden. Schutz und gute Bedingungen also für Flora und Fauna. Es gibt aber auch noch andere fliegende Tiere dort. Die gefürchteten Schnacken waren allerdings dieses Jahr vom Winde verweht.

Immer an Fronleichnam ist es mit der Idylle und der Ruhe dahin, da peitschen Ruderer angefeuert von den Motivationskommandos der Steuerleute mit ihren schnittigen Booten und Hackebeilen durchs sonst wenig bewegte Wasser. Das Bootshaus des Veranstalters RC Neptun Darmstadt liegt bei Kilometer 8,5 des insgesamt 16,8 km langen Altrheinarmes um den Kühkopf. Nach dem Start am Bootshaus geht es zunächst (alt-)rheinabwärts auf den Rundkurs zur Nordspitze, die bei km 473,9 des Neu-Rheines liegt. Gegen die Strömung von Gevatter Rhein geht es ?bergauf?. Die erneute Einfahrt in den Altrhein erfolgt bei km 468,3. In Abhängigkeit von den Strömungsverhältnissen wird man geradezu in den Altrhein hineingesogen, so auch dieses Jahr.

?Zwischen km 7,4 und der Mündung an der ‚Nordspitze‘ fließt der Altrhein gemächlich in einem breiten Bett mit langen Geraden dahin, ideal für Trainingsfahrten? soweit das Zitat von der Webseite des RC Neptun Darmstadt. Aber dieses Jahr, sei es Folge des Klimawandels oder der Schafskälte, die gesamte Strecke war eine einzige Kraftausdauerübung. Wind, Wellen, Strömung ? alles vom Feinsten. Das ist es, was man als Ruderer so liebt, wovon man den Lieben daheim gern erzählt und absolut kein Verständnis erfährt. Der Zeigefinger mancher Zuhörer geht reflexartig zur Schläfe und tippt mehrmals daran.

Zusätzlich hatten wir, Wolfgang Becker, Rüdiger Dingeldey, Stefan Ehrhard und Deddy Glitsch mit unserer erfahrenen Steuerfrau Katerina Chrysalidis, eine Besonderheit zu meistern. Wir reisten ohne Boot an, nur die Skulls hatten wir dabei. Wie dann aber an einer Regatta teilnehmen? Dank der Kontakte zu RC Neptun konnten wir uns dort ein Boot leihen, legten die in Nassovenfarben gestrichenen Skulls ein, und hinaus ging es in den Kampf gegen die Elemente. Windböen, Strömung und Wellen konnten dem Boot, das nicht nur Titanic hieß, sondern auch den Eindruck machte, dass es Eisberge versenken könnte, nicht viel anhaben. Die Elemente machten uns deutlich, dass Rudern mit Wasser zu tun hat, in der freien Natur ausgeübt wird und, dass es sich um Sport handelt. Wir klammerten uns an den Glauben, dass auch diesmal die 23 km zu bewältigen sein würden. Aber, ehrlich gesagt, es war nicht nur die körperliche Anstrengung, sondern auch eine mentale Prüfung zu bestehen. Abschließend können wir sagen, wir sind gestärkt aus dieser Prüfung hervorgegangen: Schnellstes Boot überhaupt und schnellster Vierer nach Berücksichtigung der Altersboni. Unsere große Bewunderung gilt allerdings auch der Leistung der Einer- und Zweierfahrer, die mehr oder minder auf sich gestellt, die Strecke ebenfalls in hervorragenden Zeiten bewältigt haben. Dem RC Neptun Darmstadt Dank für seine ungewöhnliche, familiäre und gut organisierte Regatta. (RD)

Ergebnisse und Fotos unter www.rcn-darmstadt.de

Rüdiger

Jugendmeisterschaft

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Nassovia erfolgreich auf der Deutschen Jugendmeisterschaft 2009   28.6.2009

Alle teilnehmenden Aktiven der Nassovia hatten bei der diesjaehrigen Deutschen Juniorenmeisterschaft das Finale erreicht. Dies war in vollen Feldern keine Selbstverstaendlichkeit, bspw. mussten sich Lukas Linden (JM 1x A) und Malte Zopfs (JM 1x A LG) gegen 22 bzw. 17 weitere Mitbewerber für das Finale qualifizieren. Somit war schon das Erreichen des Finales ein Erfolg.

Am heutigen Finaltag war dann zuerst Lukas Linden an der Reihe. In einem spannenden Rennen konnte sich Lukas, trotz gesundheitlichem Handicaps, einen guten 5. Platz errudern.

Direkt im Rennen danach ruderte Sarah Maywald im Zweier ohne mit ihrer Partnerin vom FRV Freiweg auf den undankbaren vierten Platz – sehr knapp hinter den Drittplatzierten.

Der kroenende Abschluss der Jugendmeisterschaft aus Sicht der Nassovia gelang Malte Zopfs dann im leichten Einer. In einem extrem packenden Rennen konnte er sich am Ende mit einem sehr guten zweiten Platz die Silbermedallie sichern.

Herzlichen Glueckwunsch an alle Aktiven und an Trainer Olaf Moll!

[D.Rosenberger]

Horr

HORR ein Bauch Beine Po Ausflug nach London   22.3.2009

Veni vidi vici, wenigstens beinahe.Die Veteranengruppe Wolfgang Becker, Martin Clark, Rüdiger Dingeldey,Stefan Ehrhard, Detlef Glitsch, Udo Hennig, Bernd Ravens ergänzt um Carl, einen Vereinskameraden von Martin aus York, sowie Kati Chrysalidis traten beim Veterans HORR an.Das Head of the River Race auf der Themse in London ist sicher eines der imposantesten Achterrennen der Welt – und wir waren dabei.

Samstags tummelten sich deutlich über 400 Achter auf dem Wasser und gingen – wohlgeordnet von den Wasser-Marshalls – an den Start. Dieses Rennen konnte der mit derzeit aktiven Spitzen-Skullern aus aller Welt besetzte Achter in einer Zeit von rund 17 min für sich entscheiden.Sonntags, dem Tag, an dem die Älteren – und die Mannschaften, die samstags keinen Startplatz mehr bekommen haben – starten, waren es noch knapp 180 Boote, die auf die Strecke gingen.

Bei frühlingshaftem, gänzlich untypischem Englandwetter, genossen wir die beiden Tage in London. Samstags noch mit Zuschauen, Trainingsfahrt und Sight-Seeing beschäftigt, waren wir sonntags selbst aktiv. Das Leihboot aus York war uns trotz anfänglicher Skepsis wie auf dem Leib geschnitten, wir passten den Innenhebel der Riemen den Strömungs- und Windverhältnissen an und schossen mit Schlagzahlen nie unter 33 über die Strecke. Wir katapultierten uns mit Startnummer 47 auf den insgesamt 9. Platz in der Gesamtwertung (von 180) und auf den zweiten Platz in unserer Altersgruppe C. Unterwegs steuerte uns Kati in Ideallinie über die Strecke. Diese wurde nur mal kurz verlassen, wenn wir ein Boot überholten. We didn’t cut the corner and stayed near to the banks – ganz, wie Martin es vorgegeben hatte. Nur 30 Sekunden hinter den Youngsters der Altersgruppe A und 14 Sekunden hinter dem 1. in unserer Altersgruppe.

Bei der zu rudernden Strecke handelt es sich im Übrigen um die gleiche Strecke, die kommendes Wochenende auch beim THE Boot Race, DEM Rennen zwischen den Universitätsmannschaften von Oxford und Cambridge gerudert wird. Dank der von Ebbe und Flut geprägten Strömung geht die Strecke schnell vorüber. Für uns blieb die Zeit bei 20:12 stehen. Auch im übertragenen Sinn blieb für uns die Zeit stehen. Wir verbrachten ein rundum gelungenes Wochenende, bei dem wir mit uns, unserer Leistung und dem Reisearrangement zufrieden waren.

Ach ja: Bauch – für einen schönen Bauch viel gegessen und Pind und Pitcher Bier genossen; Beine – dieselben trainiert und in Form gebracht durch viele, viele gelaufene Kilometer in London; Po – gerudert und wartend platt gesessen. So einen Event wiederholen wir gerne. Nach dem Head ist vor dem Head.

(Rüdiger Dingeldey)

Die Ergebnisse stehen beim Vesta RC.